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Hundekrankheiten

Hundekrankheiten

Viruserkrankungen und -Infektionen

 

Unsere Lieblinge sind Tag für Tag Viren und Infektionen ausgesetzt, die bei Ihnen zu ernsten Krankheiten führen können.

 

Durch Coronavirus verursachte Darmentzündung

 

Sie ist besonders für Welpen und junge Hunde gefährlich, doch auch adulte Tiere können daran erkranken. Selten kommt es vor, dass erkrankte Tiere auch ohne Behandlung genesen. Der für die Menschen ungefährliche Coronavirusstamm befällt den Hund. Die Infektion kann nicht auf den Menschen übertragen werden! Hier können Sie mehr dazu lesen: Link

 

Symptome: Erbrechen, unangenehm riechender, wasserartiger Stuhl.

 

Vorbeugung und Behandlung: Die Flüssigkeitszufuhr ist die primäre und wichtigste Behandlungsform, bzw. können das Erbrechen und der Durchfall durch Medikamente vermindert werden. Wichtig ist, dass es in Ungarn zurzeit keine Impfung gegen die Coronaviren-Darmentzündung gibt.

 

 

Infektion durch Herpesviren
(Ansteckender Welpentod)

 

Diese Infektion ist für Welpen, trächtige Hündinnen und ihre Embryos gefährlich. Bei Hündinnen kommt es zu Unfruchtbarkeit oder einer verringerten Wurfanzahl, eventuell zu Fehlgeburten. Auch Gebärmutterentzündungen können vorkommen. Ein anderer Name ist Ansteckender Welpentod. Bei adulten Hunden ist die Krankheit meisten symptomfrei.

 

Symptome: Infizierte Welpen saugen nicht richtig und nehmen nicht zu. Typisch sind Durchfall und neurologische Symptome und schließlich sterben die infizierten Welpen.

 

Vorbeugung und Behandlung: Wir können den Hund mit einer Schutzimpfung schützen. Bei zu verkaufenden Welpen sollten Sie nach der Schutzimpfung fragen, ob die Hündin sie nach der Paarung und 2 Wochen vor dem Werfen erhalten hat.

 

 

Parainfluenza
(Zwingerhusten)

 

Diese Krankheit überträgt sich über infizierten Speichel, den der Hund auswirft, weshalb sie auch als ansteckend gilt. Es ist eine Krankheit, die in einem Zwinger zusammengesperrte Hunde befällt. Folgen können eine Entzündung der Luftröhre und eine Lungenentzündung sein.

 

 

Symptome: Erhöhte Temperatur, schlechtes Allgemeinbefinden, Husten, katarralische laufende Nase, eventuell eitrig.

 

Vorbeugung und Behandlung: Ein Schutz ist durch einen Impfstoff zum Träufeln in die Nase möglich, der zu einer örtlichen Immunität führt. Zur Behandlung der damit verbundenen Entzündung der Atemwege sind Antibiotikum und Schleimlöser notwendig.

 

 

Feline Papillomatose

 

Welpen sind am ehesten gefährdet, vor allem, wenn sie ein schwächeres Immunsystem als der Durchschnitt haben. An den Schleimhäuten der Schnauze treten weiße kleine und größere blumenkohlartige Auswüchse auf, die durch das Papovavirus verursacht werden.

 

Symptome: Wenn der Welpe auf die blumenkohlartigen Auswüchse beißt, kann es zu Blutungen kommen, weshalb das einseitige Kauen erkannt werden kann. Auswüchse können sich auch am Enddarm und um die Geschlechtsorgane herum bilden.

 

Vorbeugung und Behandlung: Gegen das Papovavirus bildet der Organismus mit der Zeit Antikörper, sodass die Auswüchse abgestoßen werden. Oft ist gar keine Behandlung notwendig. Eine Immunstärkung wird empfohlen. Größere Auswüchse können medizinisch entfernt werden.

 

 

Durch Viren verursachte Darmentzündung

 

Es kann aus zahlreichen Gründen zu Darmentzündungen kommen. Sowohl Welpen als auch adulte Hunde können betroffen sein. Ausgelöst wird sie durch verdorbene Lebensmittel oder auch durch Giftstoffe.

 

Symptome: Flüssiger Stuhl, Verlust der Stubenreinheit, Erbrechen.

 

Vorbeugung und Behandlung: Neben diesen Symptomen können eine Stuhluntersuchung und ein Bauchultraschall notwendig sein. Ratsam sind eine Diät und die Verwendung von den Darm auslegenden Mitteln, eventuell eine Antibiotikum-Kur und die Verwendung von Probiotika, sowie eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr.

 

 

Ansteckende Leberentzündung
(Gelbsucht)

 

Diese stellt für Welpen und für Hunde mit einem schwachen Immunsystem eine Gefahr dar. Auch das Ausbleiben der kombinierten Impfung ist ein gefährdender Faktor. Die Infektion gelangt durch die Schnauze in den Körper: Das Virus vermehrt sich im Rachen und bleibt an den Lymphdrüsen haften. Er kann die Lymphzellen, die Zellen der Blutgefäße, die Leber, die Nieren und die Augen schädigen, aber auch in das Gehirn dringen.

Infizierte Hunden können monatelang das Virus abgeben.

 

Symptome: Appetitlosigkeit, Fieber, Müdigkeit, Durchfall, Erbrechen und eine stark laufende Nase. Es kommt zu einer Leberunterfunktion, die dazu führt, dass der Blutkreislauf zusammenbricht.

 

Vorbeugung und Behandlung: Die kombinierte Schutzimpfung umfasst den Wirkstoff gegen die ansteckende Leberentzündung (CAV-1 oder CAV-2). Bei zu verkaufenden Welpen sollten Sie nach der Schutzimpfung fragen.

 

 

Leishmaniose
(Schwarzfieber)

 

Die aus Südeuropa stammende Krankheit kommt auch in anderen EU-Ländern vor. Einzellige Protozoen verursachen diese infektiöse Erkrankung. Der Erreger der Erkrankung wird von Sandmücken verbreitet. Die Krankheit wird über den Stich der Mücke verbreitet, da sie infiziertes Blut transportiert. Die Infektion greift die Milz, die Leber, das Knochenmark und das Immunsystem an. Wenn der Hund nicht behandelt wird, stirbt er.

 

Symptome: Appetitlosigkeit, das Tier erträgt die sommerliche Hitze nicht gut, Müdigkeit, Nasenbluten, Fellausfall, an den nackten Stellen entzündet sich die Haut und beginnt sich zu schälen, es kann zu Bindehautentzündungen, Durchfall und Muskelschmerzen kommen.

 

Vorbeugung und Behandlung: Die Erkrankung kann vom Tierarzt mit einem speziellen Test (z. B. ELISA) nachgewiesen werden. Leishmaniose ist noch nicht heilbar, aber der symptomatische Zustand kann erhalten werden.

 

 

Pseudowut
(Aujeszkysche Krankheit)

 

Das die Infektion auslösende Herpesvirus ist in jedem Fall tödlich. Die Krankheit greift das zentrale Nervensystem an und führt zu an Tollwut erinnernde Symptome bei den Hunden.

 

Symptome: Mattheit, Fieber, intensives Kratzen, Speichelbildung, Krämpfe, der Hund zieht sich zurück und verstirbt.

 

Vorbeugung und Behandlung: Es gibt keine Schutzimpfung dagegen. Die Vorbeugung ist sehr wichtig: Füttern Sie Ihren Hund nicht mit rohem Schweine- oder Wildschweinefleisch! Rohe Innereien, Knochen, Fleisch, usw. können infiziert sein und sollten deshalb vermieden werden. Hunden dürfen nur nach einer gründlichen Hitzebehandlung Schweinefleisch und Innereien gefüttert werden.